Gebäude

Das Modell

GEMOD ist ein am ifeu entwickeltes Modell zur Berechnung des Energieverbrauchs für Raumwärme und Trinkwarmwasser in Gebäuden. Ausgehend von der Darstellung des Ist-Zustands kann der künftige Verlauf des Verbrauchs unter verschiedenen Randbedingungen entwickelt werden. Damit kann es Entwicklungspfade des Gebäudesektors, Auswirkungen von Nutzerverhalten, technischen Entwicklungen und politischen Instrumenten abbilden und Handlungsbedarf ausweisen. Der Bilanzrahmen kann von einem einzelnen Bauteil bis zu beliebig großen Gebäudebeständen reichen. Das Verhalten der Nutzer kann in Abhängigkeit vom energetischen Gebäudezustand berücksichtigt werden. Das Modell stellt den Endenergieverbrauch getrennt für die einzelnen Energieträger dar und berechnet daraus im Folgenden den Primärenergieverbrauch, die Treibhausgasemissionen und die Brennstoffkosten.

Quelle und weitere Informationen können hier eingesehen werden.

Für die Berücksichtigung von Wechselwirkungen zwischen der Wärmebedarfs- und der Infrastrukturentwicklung werden die Ergebnisse der GEMOD-Simulationen auf Bundesebene in die räumliche Gebäudedatenbank des ifeu-Wärmeatlas 2.0 übertragen.

Der Wärmeatlas 2.0 basiert auf den 3D-Gebäudemodellen der Vermessungsämter, die energetischen Typen gemäß der GEMOD-Typologie zugeordnet werden. Bundesweit werden 19,1 Mio. beheizte Wohn- und 3,1 Mio. beheizte Nichtwohngebäudegeometrien identifiziert, für die unter Berücksichtigung von Baualtersklassenanteilen auf einem Hektarraster aus der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 und regional differenzierten Klimadaten gemäß DIN-V 18599-10 die verbrauchskalibrierten Nutzenergiebedarfe für Heizwärme und Warmwasser im Basisjahr berechnet werden.

Das Modell ermöglicht die räumlich hochaufgelöste Fortschreibung des Nutzwärmebedarfs nach Gebäudetyp und Baualtersklassen, eine zusätzliche regionale Differenzierung nach der Wohnflächenbedarfsprognose des BBSR auf Kreisebene und ermöglicht die räumliche Analyse potenzieller Endenergiebedarfe speziell für Infrastruktur-relevante Heizungstechnologien wie Fernwärme, Gas oder elektrische Wärmepumpen.

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Wärmeatlas

Das Team

Peter Mellwig

Peter Mellwig

Leitung Modellierung Gebäude

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Sebastian Blömer

Sebastian Blömer

Modellierung Wärmenetze

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