Das Projekteam

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung arbeitet in diesem Projekt mit den Partnern Consentec Gmbh, ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH und dem Lehrstuhl für Energie- und Ressourcenmanagement an der TU Berlin zusammen. Bisher haben mehr als 30 WissenschaftlerInnen an diesem Projekt mitgearbeitet.

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung

Das Fraunhofer ISI ist eine Forschungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. Das Fraunhofer ISI wurde 1972 gegründet und erweitert das naturwissenschaftlich-technisch orientierte Fachspektrum der Fraunhofer Gesellschaft durch Arbeiten im Grenzbereich zwischen Technik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mittels interdisziplinärer Forschung im nationalen und internationalen Rahmen erforscht das Fraunhofer ISI zu einem frühen Zeitpunkt die Chancen, Risiken und Anwendungshemmnisse in der technologischen Entwicklung. Durch Technologie- und Marktanalysen, Technikvorausschau und Technikfolgenabschätzung, Programm-Monitoring und Evaluation trägt es dazu bei, die Basis für Entscheidungsfindung auf der Ebene von Politik und Wirtschaft zu verbessern, wobei es in den Forschungsfeldern Energie, Umwelt, Information und Kommunikation, Produktion und Biotechnologie tätig ist (siehe auch www.isi.fraunhofer.de).

Zwei Abteilungen des Fraunhofer ISI beschäftigen sich mit energietechnischen, energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Fragestellungen.

Das Competence Center Energietechnologien und Energiesysteme analysiert Techniken und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und entwickelt Strategien für Unternehmen und Politik. Es werden Marktanalysen für Technologien und Dienstleistungen durchgeführt, neue Energieträger im Verkehr und Energiespeichertechnologien bewertet und energiewirtschaftliche Systemanalysen erstellt. Das Competence Center entwickelt zudem technologiebasierte Modelle für Nachfrageanalysen und ‑Projektionen­ und setzt diese für Forschungsaufträge aus der Industrie und der Politik ein.

Das Competence Center Energiepolitik und Energiemärkte bewertet den Beitrag Erneuerbarer Energien zu Klimaschutz, Versorgungssicherheit sowie Wettbewerbsfähigkeit, erstellt Szenarien für die künftige Entwicklung und untersucht die Ausgestaltung energiepolitischer Instrumente. Die Analyse und Entwicklung von Strategien für Politik und Unternehmen im Stromsektor vor dem Hintergrund der notwendigen Integration wachsender Mengen fluktuierenden Stroms aus Erneuerbaren Energiequellen in Märkte und Infrastrukturen ist eine weitere wesentliche Aufgabe. Zudem befasst sich das Competence Center mit der Ausgestaltung von energie- und klimapolitischen Instrumenten und deren Wirkung auf Innovationen, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.

Wichtige Themen im Bereich der Erneuerbaren Energien sind die Ausgestaltung neuer energiepolitischer Instrumente im Bereich Erneuerbarer Energien, ex-ante und ex-post-Bewertungen energie- und klimapolitischer Instrumente und Szenarien, die Markt- und Netzintegration sowie die Modellierung von Strom- und Wärmemarkt. Insbesondere bei der Bewertung und Weiterentwicklung von Instrumenten zur Förderung von Erneuerbaren Energien und bei der Analyse der Strommärkte und von Markt- und Netzintegration sind intensive Kenntnisse zur Funktionsweise von Strommärkten und zur Vermarktung von Strom aus Erneuerbaren unabdingbar.

Durch zahlreiche internationale Forschungsarbeiten, insbesondere im Rahmen von EU-Projekten, und als langjähriges Mitglied des „European Network on Energy Economic Research“ (ENER) sowie nun auch des „European Council for an Energy Efficient Economy“ (ECEEE) bestehen sehr gute Möglichkeiten eines schnellen internationalen Erfahrungsaustausches über neue energiepolitische Konzepte und deren Bewertung.

Consentec GmbH

Consentec ist ein Beratungsunternehmen, das sich auf ingenieur-wissenschaftliche und ökonomische Fragestellungen im Bereich der Energieversorgung spezialisiert hat. Den thematischen Schwerpunkt bilden Fragen des Strommarktdesigns und der Versorgungssicherheit, der Netz- und Systemintegration erneuerbarer Energien, der Netzplanung und des Netzbetriebs sowie der Regulierung natürlicher Monopole in der liberalisierten Strom- und Gasversorgung. Auftraggeber sind vorwiegend Ministerien, Regulierungsbehörden, Netzbetreiber, Branchenverbände und IT- und Anlagenhersteller aus Deutschland und dem europäischen Ausland.

Das Tätigkeitsspektrum von Consentec umfasst Beratung, technische und wirtschaftliche Studien und Analysen, kundenspezifische wie standardisierte Softwarelösungen, Schulungen und Gutachten. Bei seiner international ausgerichteten Tätigkeit stützt sich Consentec auf fundierte technische und energiewirtschaftliche Kenntnisse und langjährige Praxiserfahrungen seiner MitarbieterInnenund Gesellschafter sowie auf umfangreiche Kontakte zu Energieversorgungsunternehmen, Behörden und Regierungsinstitutionen, zur energietechnischen Industrie und zu Beratungsunternehmen in Europa. Auf Projektbasis kooperiert Consentec häufig mit Partnern aus dem Hochschul- und Forschungsbereich, der Beratungs- und der IT-Branche.

Consentec wurde 1999 als Spin-Off der RWTH Aachen gegründet und beschäftigt zurzeit 17 MitarbeiterInnen. Als Geschäftsführer sind Dr.-Ing. Wolfgang Fritz und Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Christoph Maurer tätig, die beide jeweils einzeln für die Gesellschaft vertretungsberechtigt sind. Die Geschäftsanteile liegen vollständig im Privateigentum der beiden Geschäftsführer. Es bestehen keine institutionellen oder personellen Verflechtungen mit Unternehmen oder Verbänden der Strom- und Gaswirtschaft. Consentec ist bei seiner Tätigkeit vollkommen unabhängig von den Interessen einzelner Institutionen, Unternehmen oder Verbände. Etwaige Abhängigkeiten sind durch die Vielfalt sowohl des Auftraggeber- als auch des Themen-Spektrums auszuschließen. Bei Bedarf werden zur Beurteilung der Unabhängigkeit gern weiterführende Auskünfte zu Auftraggebern und Projekterfahrungen erteilt. Weitere Informationen finden sich zudem auf der Website www.consentec.de

ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH

Das ifeu forscht und berät weltweit zu wichtigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen für zahlreiche internationale und nationale Fördermittel- und Auftraggeber. Es zählt mit über 40-jähriger Erfahrung zu den bedeutenden ökologisch ausgerichteten, unabhängigen und gemeinnützigen Forschungsinstituten in Deutschland. An den Standorten Heidelberg und Berlin sind rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Natur-, Ingenieurs- und Gesellschaftswissenschaften beschäftigt. Das ifeu sucht Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen und entwickelt diese im Sinne einer transdisziplinären Ausrichtung in engem Dialog mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft: vor Ort, in Deutschland und weltweit. Zu den Themengebieten des ifeu zählen Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft, die nachhaltige und umweltverträgliche Gestaltung von Produkten, Stoffströmen und Prozessen, zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte, eine erfolgreiche Energiewende, Ernährung, Biomasse, Biodiversität und Landnutzung. Die wissenschaftlich-methodische Arbeit des Instituts geht einher mit der Begleitung von Pilotprojekten, der Beratung von Ministerien, Kommunen, Verbänden und Unternehmen und der Vermittlung der Erkenntnisse in die Gesellschaft.

Seit rund zwanzig Jahren untersucht das ifeu Politikinstrumente im Handlungsfeld „Gebäude“. Dies umfasst Analysen im Umfeld der Ausgestaltung, Vollzug und Kontrolle von EnEV und GEG, der Weiterentwicklung der gebäudebezogenen Politikinstrumente, der Einführung von Energie- und Wärmepässen, sowie der Qualifizierung von am Bau Beteiligten. In den letzten Jahren hat ifeu zudem intensiv zum EE-Wärmemarkt, zum Marktanreizprogramm und zur Nationalen Klimaschutzinitiative gearbeitet und Vorschläge zum Sanierungsfahrplan als Beratungs- und Förderinitiative erarbeitet. Mit dem Gebäudemodell GEMOD können Strategien und Entwicklungen im Gebäudebereich simuliert werden. GEMOD kann zudem mit einem deutschlandweiten GIS-basierten Wärmeatlas gekoppelt werden, um die Entwicklung des Wärmeverbrauchs sowohl zeitlich als auch räumlich abzubilden.

International arbeitet das ifeu sowohl intensiv im Rahmen zahlreicher EU-Projekte, Forschungsprojekte im BMBF insbesondere zur Einführung von hocheffizienten Gebäuden in Megacities (Urumqi, Kigali), Beratungsprojekte für GIZ, Weltbank und IRENA sowie im Zusammenhang mit dem European Council for an Energy Efficient Economy. (Siehe auch www.ifeu.de)(Siehe auch www.ifeu.de)

Lehrstuhl für Energie- und Ressourcenmanagement der TU Berlin

Die Technische Universität Berlin ist eine der ältesten und renommiertesten Universitäten in Deutschland. Mit einer Drittmitteleinwerbung von zirka 171 Millionen Euro im Jahr (Daten von 2017) ist die TU Berlin ein verlässlicher Partner für Forschung und Entwicklung. Die TU Berlin verfügt über sechs verschiedene Forschungsschwerpunkte, darunter „Energiesysteme und nachhaltiges Ressourcenmanagement“ sowie „Infrastruktur und Mobilität“. Direkt an der Straße des 17. Juni, zwischen Ernst-Reuter-Platz und Zoologischem Garten (Berlin) gelegen, forschen und arbeiten über 9000 MitarbeiterInnen an der TU Berlin mit dem Ziel, Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden.

Das Fachgebiet Energie- und Ressourcenmanagement der TU Berlin (TUB-ER) forscht an Möglichkeiten zur Lösung zukünftiger Probleme im Bereich der Energie- und Versorgungsmärkte. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Forschung zur Konvergenz von Strom‑, Gas- und Wärmesektor, um durch die Kopplung bzw. Integration der einzelnen Sektoren eine klima- und umweltfreundliche Energieversorgung zu erreichen. Eine Besonderheit des FG Energie- und Ressourcenmanagement ist die Konzentration auf interdisziplinäre Ansätze zur Lösung von Problemstellungen. Aufgrund der interdisziplinären Ausbildung der Mitarbeiter werden Fragestellungen stets sowohl aus technischer, wie aus ökonomischer und ökologischer Perspektive begutachtet. Der Systemgedanke spielt dabei eine übergeordnete Rolle und wird durch die Verbindung von entsprechenden Methoden stets einbezogen.

Durch die Übernahme des Lehrstuhls für Energie- und Ressourcenmanagement durch Herrn Prof. Dr.-Ing. Joachim Müller-Kirchenbauer (ehemals ITE an der TU Clausthal) im Jahr 2015, sowie die Integration weiterer wissenschaftlicher MitarbeiterInnen, konnte der Lehrstuhl seine Aktivitäten sowohl auf technischer, wie auch ökonomischer Seite deutlich ausbauen. In Kombination mit dem vorhandenen Wissen zum Strommarkt und zur Strommarktregulierung verfügt der Lehrstuhl somit über eine herausragende Kompetenz im Bereich der Energiesystemmodellierung und -bewertung.

Weitere Schwerpunkte der Forschung sind die Entwicklung von mathematischen Schlüsseltechniken für Energienetze (Gas, Strom, Fernwärme), die Harmonisierung und Entwicklung von Verfahren und Indikatoren zur regionalen und zeitlichen Auflösung von Energienachfragen, die Auswirkungen und Rückwirkungen von Energiewende und Klimaschutz auf die Energieversorgung und Energieversorgungsinfrastruktur sowie damit verbundene systematische Analysen von Geschäftsmodellen. Bei Letzteren liegt ein besonderes Interesse in den aktuellen Veränderungen in der Energiewirtschaft. Die Möglichkeiten die einerseits Digitalisierung, Smart Meter, Smart Grids und Demand-Side-Management bieten, andererseits aber auch die Analyse der sich verändernden Rahmenbedingungen für klassische Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft sind von hohem Interesse für die Forschung am Fachgebiet. Das Fachgebiet TUB-ER ist Mitglied im Forschungsnetzwerk Energiesystemanalyse des BMWi. (Siehe auch https://www.er.tu-berlin.de/menue/home/)